
Phase 1 ![]()
Die Kinder sind in dieser Phase oft noch nicht schulpflichtig und fordern einen erhöhten Betreuungsaufwand.
Tagesstrukturen müssen organisiert werden.
Die Kinder müssen in die neue Situation begleitet werden.
Sie reagieren unterschiedlich.
Sie brauchen aber auf jeden Fall für den Augenblick mehr Betreuung, um die neue Situation verarbeiten und meistern zu können.
Die Erziehung sowie alle Anliegen und Fragen rund um Bildung, Freizeit, Gesundheit der Kinder müssen nun in der Regel von der alleinerziehenden Person übernommen werden.
Ob sie will oder nicht, sie wird zur ersten Bezugsperson der Kinder.
Phase 2 ![]()
Die Kinder haben sich an die neue Lebensform gewöhnt.
Die Abläufe haben sich eingespielt und die neue Familienstruktur wird zur Normalität.
Tagesstrukturen sind vorhanden und die Eigenverantwortung der Kinder ist oft weit fortgeschritten.
Die Erziehung sowie alle Anliegen und Fragen rund um Bildung, Freizeit, Gesundheit der Kinder werden in erster Linie von der Alleinerziehenden Person übernommen.
Sie hat sich in ihrer Rolle als erste Bezugsperson gefunden.
Je nach Alter sind die Kinder in der Adoleszenz und stellen eine zusätzliche grosse Herausforderung dar.
Vorschul- und Schulalter
Der Mangel an Tageskinderstätten (auf 1000 Kinder kommen in der Schweiz gerade mal zwei Tagesstätten1) und Tagesschulstrukturen sowie die unterschiedlichen Bildungsmodelle des Landes stellen Alleinerziehende vor kaum zu lösende Betreuungsaufgaben. Sie müssen daher oft auf verwandtschaftliche oder nachbarschaftliche Hilfe zurückgreifen und sind ständig am Aushandeln von entsprechenden Möglichkeiten. Alleinerziehende brauchen viel Energie, Zeit und Geld, um die Familienlogistik aufrecht zu erhalten. In dieser Situation werden Aus- und Weiterbildung sowie berufliche Integration zu einem weiteren Handicap.
1Familienbericht 2004 unter www.parlament.ch/in-int-tag-frau-2007
Phase 3 ![]()
Die Kinder haben die schulische Phase hinter sich und stehen in der Ausbildung oder im Arbeitsleben.
Ihre Autonomie, Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist grösser.
Der Kontakt mit dem andern Elternteil wird oft von den nun erwachsenen Kindern ausgehandelt.
Die Kinder werden nach und nach selbstständig. Dies verlangt von den Alleinerziehenden, sie loszulassen. Das ist oftmals keine einfache Aufgabe, weil sie gerade die Kinder jahrelang ins Zentrum ihres Denkens und Handelns gestellt haben.